Am vorletzten Samstag kam ich am Rande eines Workshops mit einer jungen Frau ins Gespräch. Sie ist Mitarbeiterin in eines Hamburger Lebensmittelkonzern und wollte von mir gerne wissen woran es liegen könnte, dass die Einführung agiler Unternehmensstrukturen in Ihrem Unternehmen nicht richtig funktioniert. Sie berichtete mir, dass im Unternehmen die Teams nun agil arbeiten sollen. Man hätte den Teams die agile Arbeitsweise erklärt und diese sollen sie nunmehr umsetzen. Es würde jedoch nicht vorangehen und die meisten seien mit diesem Prozess sehr unzufrieden. Meine Fragen, ob auch die Führungskräfte geschult worden sein, die Mitarbeiter wissen wo die Visionen und die Ziele des Unternehmens liegen, verneinte sie leider.
Ich mache in den letzten Monaten immer häufiger die Erfahrung, dass in Unternehmen agile Werkzeuge angewendet werden und man der Meinung ist, dass damit eine agile Transformation im Unternehmen erfolgt ist. Leider ist dieser Ansatz ein Irrweg und nicht von langer Dauer. Die Einführung von agilen Unternehmensstrukturen ist gewiss ein langer Weg, es reicht nicht aus, ein paar Teams agil umzustellen und zu glauben, dass dann alles besser wird. Ein bisschen agil, das geht nicht. Oft entsteht hier bei Mitarbeitern schon „verbrannte Erde“ welche die Bereitschaft für eine wirkliche Transformation extrem erschwert.
Ich hoffe, das zunehmend Unternehmer und Führungskräfte erkennen, dass Kundennähe, Verbesserung der Produktivität von Teams, Teammoral und Teammotivation nur durch die Veränderung des Mindsets und einem strukturierten Angehen des agilen Transformationsprozesses möglich ist.

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